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Eve Saglietto ist in Nizza geboren, aufgewachsen in Paris
und lebt seit 1987 als Künstlerin in München.
Sie hat bis 1989 moderne Bilder gemalt und dafür ein
Aufenthaltsstipendium in der Künstlervilla Waldberta, der Stadt
München, erhalten. Mehrere Einzelausstellungen, ein erster Preis für
Malerei und Teilnahme an Gruppenausstellungen, sogar im Haus der Kunst, waren
die Folge.
Aber Tiere waren immer ihre große Leidenschaft. Der
Kunstszene verpflichtet, hat sie ihre Tierbilder parallel gemalt und nie
gezeigt. 1989 entschied sie sich ausschließlich für Pferde- und
Tiermalerei.
Eve Saglietto findet schnell Anerkennung, und ihr Name ist
in der Zwischenzeit ein Begriff für ausdrucksvolle Pferde- und
Tierportraits. Ihre Technik hat sie sich durch Studien alter Meister, z. B. im
Musée du Louvre und anderen Museen, angeeignet und beherrscht sie
perfekt.
Sie verwendet schwarzes Papier für Pastell und Licht-
und Farbeneffekte statt Dekor für den Hintergrund der
Ölgemälde.
Sie ist die erste Pferdemalerin, die diese moderne Art und
Weise, Pferde darzustellen, praktiziert und wird seitdem viel kopiert. 1992 hat
sie ihre erste Pferde-Bildhauerei geschaffen. Inzwischen erscheint jedes Jahr
eine Skulptur in limitierter und numerierter Auflage, die ihr Talent auch als
Plastikerin bestätigt.
Eve Saglietto stellt regelmäßig in Deutschland
und Frankreich aus. Bilder von ihr sind im Besitz des Hauptlandgestüts
Marbach, Musée Vivant du Cheval (Pferdemuseum), Paris, und
Nationalgestüt Janov Podlawski, Polen.
Einzelausstellungen (Details)
1993 - Galerie du Musée Vivant du Cheval, Paris
1994 - Galerie Chiron, Paris 1995 - Reitsport Equus, Villa Kustermann,
Tutzing bei München 1998 - Galerie Höfler, Nürnberg
2000 - Chateau de Lascours, Avignon 2001 - Galerie am Kloster,
München 2003 - Galerie am Kloster, München
2011 - Galerie am Koster, München
Gruppenausstellung
1993 - Salon de Saumur, Frankreich
Scerzo der Pferde
Musizieren, Malen, Reiten können Wesenszüge im
Menschen sein, die sich im Ideal zu einem Dreiklang verbinden, um starke
Ausdrucksformen in der Komposition dieser Künste zu ermöglichen.
Der musikalische Pferdefreund stand Pate bei den klassischen
Karussells am Hofe Ludwig XIV., der reiterlich begabte Künstler bringt
Pferde in lebensnahen Motiven und zeichnet Szenen auf der Weide, unter dem
Sattel oder Bewegungs-Typstudien aus einer starken persönlichen Bindung zu
seinen Pferden heraus. Xenophon schrieb die erste überlieferte Reitlehre
aus der engen Kooperation mit Pferden in Krieg und Frieden.
Die Tradition einer jahrtausende langen
Pferd-Mensch-Beziehung kommt in Skulpturen, Malerei und Literatur zum Ausdruck.
Das Pferd hat durch seinen Einsatz kulturprägend gewirkt und historische
Epochen beeinflußt. Pferde-Museen werden zum Ort der Begegnung und
hippologische Kulturgüter erinnern an die Verantwortung, die der Mensch
gerade heute für das Pferd übernommen hat.
Wenn wir uns in der Galerie der Künstlerin Eve
Saglietto umsehen, dann wird der besagte Dreiklang nicht nur in ihren
Ölgemälden, Aquarellen und in Pastellbildern deutlich, alles lebt aus
der Musikalität der Künstlerin heraus. Im Konzert dieser bildhaft
dargestellten Klänge erhalten die Pferde eine besondere Ausdruckskraft,
Rasse und Klasse, Bewegung und die naturhafte Sehnsucht nach Freiheit. Die
erfolgreiche Malerin hat sich das Besondere zur selbstgestellten Aufgabe
gemacht. Ihr täglicher Umgang mit Pferden der edelsten Rasse inspiriert
aus der Praxis und zeichnet das Pferd in seiner Harmonie natürlich,
bewegungsstark und artgerecht, wobei ihr eine ausgeprägte
tierschützerische Eigenschaft innewohnt. So wie Mozart, Clara Schumann
oder Vivaldi in ihrer Musik differenzierte Stimmungen darstellten, so spiegelt
die Malerin ihre Liebe zum Pferd in ihren Werken besonders eindrucksvoll wider.
Ein Pferd zu zeichnen ist noch keine Kunst. Eve Saglietto malt aus ihrer
Überzeugung und Leidenschaft, dem großen Wissen um die Reitkunst und
ihrer Liebe zu ihren Pferden heraus Bilder, an denen wir uns alle erfreuen
können. Möge ein starker Pegasus sie weiter inspirieren.
Wolf Kröber, Mr. Equitana |